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 1 Pfennig (Jaeger Nr. 1501)

1 Pfennig - 1. Münzserie der DDR - Jaeger-Nr. 1501   
1 Pfennig - 1. Münzserie der DDR - Jaeger-Nr. 1501  
1 Pfennig - 1. Münzserie der DDR - Jaeger-Nr. 1501
Lizenz CC BY-SA
 
   
Nach der Währungsreform vom Juli 1948 begann man in der sowjetischen Besatzungszone mit der Prägung von Münzen der neuen ostdeutschen Währung "Deutsche Mark". Das 1-Pfennig-Stück (Jaeger Nr. 1501) stellt dabei das kleinste Nominal dar. Darüber hinaus ist der "Pfennig" der 1. Münzserie der DDR mit einem Gewicht von nur 0,75 Gramm die leichteste Münze, welche bis zu diesem Zeitpunkt in Deutschland geprägt wurde. Sie bringt nochmals 50 Milligramm weniger auf die Waage als das bis dahin leichteste deutsche Geldstück, die 1-Pfennig-Münze aus Aluminium aus dem späten Kaiserreich (Jaeger Nr. 300). Lediglich die beiden Nachfolgemünzen (Jaeger Nr. 1505 und 1508) des ersten ostdeutschen Pfennigstückes sind ebenso leichtgewichtig wie diese Münze. Die Pfennigmünze begründete somit gemeinsam mit ihren beiden größeren Brüdern, dem 5- und dem 10-Pfennig-Stück, die Ära der sogenannten "Alu-Chips", deren geringes Gewicht unbeabsichtigt auch symbolisch für die ebenso geringe Kaufkraft der ostdeutschen Mark stand.

Die Leichtigkeit der Pfennigmünze wird durch das Material Aluminium erreicht, welchem drei Prozent Magnesium beigemischt sind. Der "Pfennig" mißt 17 Millimeter im Durchmesser und hat einen glatten Rand. Seine Vorderseite basiert auf einem Entwurf aus dem Jahre 1943(!), welcher seinerzeit nicht mehr umgesetzt werden konnte. Auf der Rückseite sind ein Zahnrad und eine Ähre abgebildet, dem Symbol des Zweijahresplanes vom Juni 1948.

Die 1-Pfennig-Münze wurde sowohl in der Berliner Münzprägestätte als auch im sächsischen Muldenhütten produziert. Insgesamt prägten diese beiden Werkstätten in den Jahren 1948 bis 1950 ca. 298,2 Millionen Exemplare dieses Pfennigstückes. Davon stammen rund 55,2 Millionen aus Muldenhütten. Obwohl die Prägung der Münzen frühzeitig begann, wurden sie erst ab dem 2. März 1950 in den Umlauf gegeben. Am ersten Januar 1971 erfolgte die Außerkurssetzung der ersten ostdeutschen 1-Pfennig-Münze.

Die meisten dieser Pfennigmünzen wurden durch Gebrauch verschlissen. Deshalb sind in unseren Tagen Münzen in der Erhaltung stempelglanz sehr selten und erreichen beachtliche Sammlerpreise. Dies gilt besonders für die Exemplare aus Muldenhütten. Bisher sind keine Fälschungen dieser 1-Pfennig-Münze aufgetaucht.



Mehr Informationen:

Die Mark der DDR
Die Kursmünzen der DDR