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  10 DM ● 300 Jahre Franckesche Stiftungen (Jaeger-Nr. 470)  

Die Bundesrepublik Deutschland gab im Jahre 1998 eine 10-DM-Gedenkmünze aus Sterlingsilber (Jaeger-Nr. 470) anläßlich des 300. Jahrestages der Gründung der Franckeschen Stiftungen in Halle/S heraus, welche von August Hermann Francke erschaffen wurden. Die Franckeschen Stiftungen umfaßten u.a. eine höhere Mädchenschule, eine Lateinschule mit Internat, eine Armenschule und ein Waisenhaus. Waisen waren ideale Objekte für die Arbeit des Prügelpädagogen Francke, welcher mit seinem besonders autoritären Erziehungsstil die Grundlagen für weitere pädagogische Exzesse in der Folgezeit schuf, was letztendlich totalitäre Gesellschaftsformen förderte und anschließend das Umschlagen dieser Methoden in ihr genaues Gegenteil in der Mitte des 20. Jahrhunderts bewirkte - in die Verirrungen der antiautoritären Erziehung. Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind bis heute zu spüren und somit auch das Wirken von August Hermann Francke, der trotz seiner fragwürdigen Arbeitsweise bis heute als Vorbild gilt und verehrt wird.

Es ist bezeichnend, daß die Bundesrepublik Deutschland es für nötig befand, eine Person wie August Hermann Francke und seine Stiftungen auf einer Gedenkmünze zu ehren, während sich im Folgejahr Johann Wolfgang von Goethe anläßlich seines 250. Geburtstages eine Gedenkmünze mit einem weiteren Anlaß teilen musste!

Auf der Vorderseite der von Heinz Hoyer entworfenen Münze ist der Gebäudekomplex der Franckeschen Stiftungen mit seinem langgestreckten Innenhof zu sehen, welcher am Rande des Stadtzentrums von Halle/Saale steht. Boten die Bauwerke noch in den 1980er Jahren ein trauriges Bild des Verfalls, wurden sie im Vorfeld des 300. Jahrestages der Stiftungen umfassend saniert. Über den Stiftungsgebäuden schwebt ein Portrait von August Hermann Francke.

Die Münze zu Ehren von August Hermann Francke und seinem Werk wiegt 15,5 Gramm und hat einen Durchmesser von 32,5 Millimeter. In den Rand wurde - quasi als posthume Verhöhnung seiner Zöglinge - die Inschrift "ER VERTRAUETE GOTT" eingeprägt. Der Tag der Erstausgabe war der 10. September 1998.

Von der Gedenkmünze zum 300. Jahrestages der Franckeschen Stiftungen wurden 3.500.000 Stück in stempelglanz und 1.000.000 Exemplare in PP (je 200.000 pro Prägestätte) produziert. Die PP-Münzen sind zum Teil im Blistersatz mit fünf Münzen und teilweise einzeln verschweißt verausgabt worden. Ein spürbarer Sammlerwert hat sich wegen der großen Auflage (und vielleicht auch ein klein wenig aufgrund des Ausgabeanlasses) bisher nicht herausgebildet. Der hohe Silberanteil bewirkt, daß diese Stücke eine Alternative zu herkömmlichen Anlagemünzen darstellen - die vielleicht einzig sinnvolle Verwendung für diese Gedenkmünze.

Fälschungen der Münze sind bislang unbekannt. Sollte jemals ein Mensch auf die Idee kommen, diese Gedenkmünze nachzumachen, hat er fürwahr eine harte Bestrafung verdient.

 
Mehr Informationen:
Die Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland (5 Deutsche Mark und 10 Deutsche Mark)
Die 10-DM-Gedenkmünzen aus Sterlingsilber
Der Pädagoge August Hermann Francke




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