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  5 DM Gedenkmünze zum 100. Geburtstag von Otto Hahn (Jaeger-Nr. 426)  

5 DM Otto Hahn - Jaeger Nr. 426
5 DM Otto Hahn - Jaeger Nr. 426
5 Deutsche Mark - Otto Hahn - Jaeger Nr. 426
Lizenz CC BY-SA
Wie alle bisherigen Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland sollte auch die 5-DM-Münze anläßlich des 100. Geburtstages des deutschen Chemikers und Nobelpreisträgers Otto Hahn in der bewährten Legierung mit 62,5%igem Silber- und 37,5%igem Kupferanteil ausgeprägt werden. Die Münzen waren bereits in dieser Ausführung produziert worden und warteten auf ihre Ausgabe an die große Zahl der Münzsammler. Zwei Tage vor dem geplanten Ausgabetermin beschloß das Bundesfinanzministerium jedoch, auf Grund des stark angestiegenen Silberpreises die Gedenkmünzen nicht auszuliefern. Der reine Materialwert einer dieser Münzen belief sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf 7,21 Deutsche Mark und lag damit deutlich über dem Nennwert. Die 5-DM-Stücke zu Ehren des Atomforschers Otto Hahn verblieben daher zunächst in den Filialen der Deutschen Bundesbank.

Später rang man sich im Finanzministerium zu dem Entschluß durch, die Otto-Hahn-Gedenkmünze statt in wertvollem Edelmetall in der wesentlich preiswerteren Magnimat®-Version herauszugeben. Das bedeutete, daß alle bereits geprägten Silbermünzen wieder eingeschmolzen werden mussten. Bei diesem Vorgang ist es einer oder mehrerer der beteiligten Personen gelungen, einige der Silberstücke vor ihrer Vernichtung zu bewahren. Da diese geretteten Münzen praktisch nicht im regulären Münzhandel auftauchen, ist davon auszugehen, daß es sich nur um sehr wenige Exemplare handelte, welche auf diese illegale Art und Weise dem Schmelzofen entkommen konnten.

Da völlig zu recht davon ausgegangen wurde, daß das Interesse an einer Münze aus Kupfer und Nickel geringer sein würde als das an einer Silbermünze, erfolgte die Prägung der Magnimat®-Variante in stempelglanz in einer reduzierten Auflagenhöhe von fünf Millionen Exemplaren. Hinzu kamen weitere 350.000 Stück in PP.

Die Gestaltung beider Münzversionen war identisch. Die Vorderseite mit der schematischen Darstellung der Kettenreaktion bei der Kernspaltung sowie die Rückseite basieren auf dem Entwurf von Helmut Stromsky. Auch die Randinschrift "ERSTE SPALTUNG DES URANKERNS 1938", der Durchmesser von 29,0 Millimeter und die Dicke von 2,07 Millimeter stimmen überein. Lediglich im Gewicht unterscheiden sich die Silber- und die Magnimat®ausgabe - die Silbermünze bringt 11,2 Gramm auf die Waage, die Variante aus Kupfer und Nickel nur 10,0 Gramm.

Die Ausgabe der 5-DM-Gedenkmünze zu Ehren Otto Hahns in Magnimat® erfolgte deutlich verspätet erst am 24. September 1980, obwohl die Jahreszahl dem ursprünglich geplanten Prägejahr entspricht. Der Sammlerwert dieser Münze ist aus naheliegenden Gründen nicht allzu hoch. Es sind keine Fälschungen der Otto-Hahn-Münze bekannt.

 
Mehr Informationen:
Die Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland
Magnimat®
Die 5-DM-Münzen aus Magnimat®




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