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  Deutsche Geschichte:  
  Es gab kein allgemeines Goldverbot in Deutschland  


Mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges wurde die Reichsbank per Gesetz von der bis dahin bestehenden Einlösungspflicht ihrer Banknoten in Reichsgoldmünzen entbunden. Bald darauf setzte eine groß angelegte Werbekampagne ein, die den Verkauf von Gold an die Reichsbank aus patriotischen Gründen propagierte ("Gold gab ich für Eisen"). Der Goldbesitz wurde zwar nicht verboten, aber wem das Wohl des Kaiserreiches am Herzen lag, der gab seine Goldmünzen ab...

Wer dies in weiser Voraussicht nicht tat und seine Münzen behielt, hatte in der nach dem Ende des Krieges einsetzenden Phase der Hyperinflation wesentliche bessere Möglichkeiten als andere. Im Gegensatz zu fast allen weiteren Anlageformen behielten die Goldmünzen ihre Kaufkraft, ganz besonders natürlich im Vergleich zum wertlos verfallenden Papiergeld. Vertrauen in die nach dem Ende der Inflation neu geschaffene Währung Reichsmark sollte die Neueinsetzung der Reichsgoldmünzen als gesetzliches Zahlungsmittel schaffen. Wer Verstand hatte - und das waren die allermeisten - bezahlte natürlich nicht mit Gold. Bei der unterwertigen Reichsmark war schließlich selbst der Edelmetallgehalt der Silbermünzen halbiert worden. Im August des Jahres 1938 setzte der Reichsminister für Finanzen die Reichsgoldmünzen endgültig außer Kurs. Sie mußten der Reichsbank anschließend für einen geringen Gegenwert zum Kauf angeboten werden. Ein offizielles Goldverbot gab es auch in diesem Fall nicht, auch wenn diese Anordnung in der Praxis auf ein de-facto-Verbot hinauslief. Nach dem zweiten Weltkrieg konnte ab Juni 1956 im westlichen Teil Deutschlands wieder ganz normal mit Gold gehandelt werden, während es auf dem Gebiet der DDR praktisch kein Gold zu kaufen gab. Ein Besitz von Gold war aber auch dort nicht verboten.

Heute besitzt das "einfache Volk" in Deutschland keine Goldmünzen mehr. Nach Ansicht einer übergroßen Mehrheit ist Gold - in welcher Form auch immer - ohnehin viel zu teuer. Nur wenige Menschen verfügen über das Wissen und die finanziellen Mittel, um nennenswerte Mengen an Gold kaufen zu können und damit ihr Vermögen so zu diversifizieren, daß ein Totalverlust ausgeschlossen werden kann. Aus diesem Grund wäre ein Goldverbot in Deutschland, aber auch in anderen Ländern Europas, in der heutigen Zeit völlig nutzlos und überflüssig.

 
Mehr Informationen:
Die Goldmünzen des Kaiserreiches
Die Mark - das deutsche Geld von 1871-2001




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