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 10 DM - 100. Todestag von Carl Zeiß (Jaeger-Nr. 444)

Bildseite - 10 DM - 100. Todestag von Carl Zeiß - Jaeger-Nr. 444   
Wertseite - 10 DM - 100. Todestag von Carl Zeiß - Jaeger-Nr. 444  
10 Deutsche Mark - 100. Todestag von Carl Zeiß - Jaeger-Nr. 444
Lizenz CC BY-SA
 
   
Carl Zeiß war ein bedeutender deutscher Feinmechaniker und Industrieller. Er gründete im Jahre 1846 die Zeiß-Werke in Jena, in welchen er feinmechanische und optische Geräte herstellen ließ. In den Werkhallen entstanden u.a. hochwertige Mikroskope. Carl Zeiß arbeitete dort später auch mit dem Glastechniker Otto Schott und dem Physiker Ernst Abbe zusammen.

Zum 100. Todestag von Carl Zeiß gab die Bundesrepublik Deutschland eine Gedenkmünze mit einem Nennwert von zehn Deutsche Mark heraus. Die Entwürfe für beide Seiten dieser Silbermünze stammten vom Münchener Künstler Carl Vezerfi-Clemm.

Auf der Vorderseite der 10-DM-Münze ist links ein Portrait von Carl Zeiß zu sehen und rechts daneben ein von ihm entwickeltes Mikroskop. Die kurze und die Abbildungen nicht vollständig umgebende Umschrift nennt den Namen der geehrten Persönlichkeit sowie das entsprechende Geburts- und Sterbejahr. Im Rand der Carl-Zeiß-Gedenkmünze sind die Worte "OPTIK FÜR WISSENSCHAFT UND TECHNIK *" eingeprägt.

Als Material für die 10-DM-Münze fand eine Legierung Verwendung, welche 625 Anteile Silber und 375 Anteile Kupfer enthält. Bei einem Rauhgewicht von 15,5 Gramm (±0,2 Gramm) enthält jedes Stück somit 9,6875 Gramm des weißen Edelmetalls. Der Durchmesser einer solchen Münze beträgt 32,5 Millimeter (+0,08 und -0,02 mm) und die Dicke 2,25 Millimeter (±0,03 mm).

Die Gedenkmünze anläßlich des 100. Todestages von Carl Zeiß wurde in der Münzprägestätte Stuttgart hergestellt. Dort erblickten acht Millionen Stück in stempelglanz und weitere 350.000 Exemplare in PP das Licht der Welt. Insgesamt wurden somit für die Produktion dieser Gedenkmünze rund 80,9 Tonnen Silber und 48,5 Tonnen Kupfer benötigt.

Der erste Ausgabetag der Zeiß-Münze war der 23. November 1988. Dieser lag damit nur wenige Tage vor dem anlaßgebenden Ereignis. Im Zusammenhang mit der Einführung des Euro wurde diese im eigentlichen Zahlungsverkehr praktisch nicht verwendete Gedenkmünze am 1. März 2002 außer Kurs gesetzt.

Auf Grund der hohen Prägeauflage ist die Carl-Zeiß-Gedenkmünze auch heute alles andere als selten. Für in stempelglanz produzierte Exemplare liegt der Preis nahe des Materialwertes. Der Nennwert stellt dabei die absolute Untergrenze dar, denn zu diesem Betrag nimmt die Bundesbank die Gedenkmünze auf zunächst unbestimmte Zeit zurück. Das macht diese Münze auch für Kapitalanleger interessant, denn mit ihr kann man mit überschaubarem Risiko auf einen steigenden Silberpreis setzen.

Die Münzen in PP werden mit einem kleinen Aufschlag zum Preis des enthaltenen Silbers gehandelt. Bisher sind von dieser 10-DM-Silbermünze keine Fälschungen oder Manipulationen aufgetreten.

Die hier beschriebene Münze ist nicht die einzige deutsche Gedenkmünze zum 100. Todestag von Carl Zeiß. Bereits im Frühjahr des Jahres 1988 gab die DDR ebenfalls eine Silbermünze zum gleichen Anlaß heraus. Diese Gedenkmünze hat einen Nennwert von 20 Mark (Jaeger-Nr. 1621).



Mehr Informationen:

Die Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland (5 Deutsche Mark und 10 Deutsche Mark)
Die 10-DM-Gedenkmünzen aus 625er Silber (1987 - 1997)
5-Mark-Gedenkmünze der DDR - Die Ruine der Frauenkirche (anläßlich des 40. Jahrestages der Zerstörung Dresdens)
Übersicht über Münzlegierungen