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 Der Reichskriegsschatz

Der im 13. Jahrhundert erbaute Juliusturm der Festung Spandau ist eines der ältesten Bauwerke von Berlin und war ab dem Jahre 1874 Lagerort des legendären Reichskriegsschatzes des Deutschen Kaiserreiches. In diesem etwa 32 Meter hohen Turm mit seinen bis zu 3,60 Meter dicken Mauern lagerten ab diesem Zeitpunkt 40 Millionen Taler (= 120 Millionen Mark) in Form von Goldmünzen. Davon entfielen 20 Millionen Mark auf 10-Mark-Stücke (Kronen) und 100 Millionen Mark auf 20-Mark-Stücke (Doppelkronen), welche alle im Jahre 1873 von der Berliner Münzprägestätte produziert worden sind. Zur Aufbewahrung wurden die Goldmünzen in 1200 Kisten verpackt, von denen jede 100.000 Mark enthielt. Der Feingoldgehalt aller Münzen des Reichsschatzes belief sich auf 4,3 Tonnen.

Im Jahre 1913 wurde der Reichskriegsschatz auf 240 Millionen Mark = 8,6 Tonnen Gold verdoppelt, doch schon zu Beginn des ersten Weltkrieges erfolgte seine Auflösung. Da die darin enthaltenen Münzen nie in den allgemeinen Umlauf gelangten, sind diese Stücke auch heute noch häufig in guter Erhaltung anzutreffen.



Mehr Informationen:

Die Goldmünzen des Kaiserreiches