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 Die 3-Mark-Silbermünzen des Deutschen Kaiserreiches

Rückseite der 3-Mark-Silbermünzen des Deutschen Kaiserreiches  
 

Die Ausprägung von 3-Mark-Stücken im Deutschen Kaiserreich erfolgte erst ab dem Jahre 1908. Diese Münzen ersetzten die von der Kaufkraft her gleichwertigen Talerstücke, die im Jahr zuvor für ungültig erklärt wurden und welche die letzten verbliebenen Relikte der Währungen vor Einführung der Mark im Jahre 1871 waren. Wegen der großen Beliebtheit der Taler beim Volk war schon allein aus psychologischen Gründen eine entsprechende Ersatzmünze zweckmäßig, die sich aber vollständig in das neue Mark-System einfügen musste. Während die Taler als Kurantmünzen gesetzliche Zahlungsmittel in unbegrenzter Menge waren, galten die 3-Mark-Stücke als Scheidemünzen mit den entsprechenden Einschränkungen im Zahlungsverkehr.

Das 3-Mark-Stück hatte den gleichen Durchmesser wie der (Vereins-)Taler (33,0 Millimeter) und bestand aus der gleichen Legierung (900 Anteile Silber, 100 Anteile Kupfer), wog aber nur 16,667 Gramm (entspricht genau 15 Gramm Feinsilber). Der Taler war mit 18,52 Gramm (16,667 Gramm Feinsilber) etwas schwerer und damit letztendlich "wertvoller". Die Randinschrift des Dreimarkstückes wurde ebenfalls vom Taler übernommen - sie lautete "GOTT MIT UNS". Ein 3-Mark-Stück war 2,25 Millimeter dick.

Ähnlich wie bei den 2- und 5-Mark-Stücken waren auch bei den Münzen zu drei Mark die Rückseiten der meisten Exemplare identisch. Bei einigen Gedenkmünzen gab es aber auch hier wiederum Ausnahmen von dieser Regel.
Am 20. April 1920 erfolgte die Außerkurssetzung der 3-Mark-Stücke.

Folgende Münzen zu 3 Mark sind in den Jahren von 1908 bis 1918 von den deutschen Ländern herausgegeben worden:



Mehr Informationen:

Die Silbermünzen des Deutschen Kaiserreiches
Die Mark - das deutsche Geld von 1871-2001
Alle Münzen aus Deutschland ab dem Jahre 1871 im Überblick