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  Die Geschichte des Talers  

Am Ende des 15. Jahrhunderts begann man in vielen deutschen Ländern mit der Prägung von großen Silbermünzen. In Ermangelung eigener bedeutender Goldvorkommen wurde auf das in Mitteleuropa ausreichend vorhandene Edelmetall Silber zurückgegriffen. Die anfänglichen technischen Schwierigkeiten, die mit der bisher unbekannten Ausprägung solch großer Silbermünzen verbunden waren, konnten relativ schnell beseitigt werden. Wurde diese neue Großsilbermünze anfangs noch als "Guldengroschen" bezeichnet, setzte sich etwa ab dem Jahre 1520 immer mehr der Name "Thaler" durch. Dieser war abgeleitet von der im böhmischen Joachimsthal in hoher Stückzahl produzierten Großsilbermünze - dem "Joachimsthaler".

Viele deutsche Länder prägten bereits in dieser Zeit Talermünzen, aber jedes Land nach seinem eigenen Münzfuß. Das erschwerte die Verwendung des Talers als Handelsmünze über die Ländergrenzen hinweg. Die Uneinigkeit der zahlreichen deutschen Herrscher untereinander während der Reformationszeit verzögerte eine reichsweite Münzreform noch zusätzlich. Erst im Jahre 1566 erfolgte die längst überfällige Vereinheitlichung der Talerprägung. Als Grundlage diente ab diesem Zeitpunkt die Kölner Mark. Diese war festgesetzt auf 233,856 Gramm und unterteilte sich in 16 Lot zu je 14,616 Gramm = 64 Quentchen zu je 3,654 Gramm = 256 Richtpfennige zu je 0,9135 Gramm. Aus dieser Mark wurden 9 Reichstaler ausgeprägt mit einem Feinsilbergehalt von jeweils 25,984 Gramm (Rauhgewicht 29,23 Gramm bei 889/1000 Feinheit). Trotz verschiedener Abweichungen war diese Regelung formal bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gültig, also bis zum Jahre 1806. Reichstaler nach diesem 9-Taler-Fuß wurden allerdings nur bis etwa zum Jahr 1700 hergestellt.

Einen neuen Standard bildete ab dem Jahre 1750 der Graumannsche Fuß. Dieser 14-Taler-Fuß wurde in Preußen verwendet und trat von dort aus seinen Siegeszug in fast alle anderen deutschen Länder an. Die Taler im Graumannschen Fuß enthielten 16,7 Gramm Silber, d.h., 14 Stück entsprachen einer Kölner Mark. Diese Münze wurde auch als "Preußischer Taler" bezeichnet und existierte bis zur Einführung der Mark-Währung im Jahre 1871. Ein Preußischer Taler war anfangs unterteilt in 24 Gute Groschen = 288 Pfennige (seit 1824 in 30 Silbergroschen = 360 Pfennige).

Um die im süddeutschen Raum vorherrschende Guldenwährung mit den norddeutschen Talern zu verbinden, wurde im Wiener Münzvertrag von 1857 ein neues Grundmaß für Talermünzen festgelegt. An die Stelle der bisherigen Kölner Mark als Basis aller Taler trat das Zollpfund des Deutschen Zollvereins mit exakt 500 Gramm. Aus diesem Pfund wurden 30 Vereins-Taler mit einem Gehalt von je 16,67 Gramm Feinsilber und einer Feinheit von 900/1000 geprägt. Ein Vereinstaler entsprach einem Preußischen Taler und gleichwertigen Talern anderer nord- und mitteldeutscher Länder und gleichzeitig 1 3/4 Gulden = 105 Kreuzer der süddeutschen Guldenwährung bzw. 1 1/2 Gulden = 150 Neukreuzer der neu geschaffenen Währung auf Dezimalbasis in Österreich (100 Neukreuzer = 1 österreichischer Gulden).

Die Vereinstaler behielten auch nach Einführung der Mark im Jahre 1871 ihre Funktion als unbeschränkt gültiges gesetzliches Zahlungsmittel im Wert von nun drei Mark. Erst zum Ende des Jahres 1907 wurden sie aus dem Verkehr gezogen und durch das 3-Mark-Stück ersetzt.

 
Mehr Informationen:
Der Taler (Themenübersicht)
Lateinische Begriffe und deren Abkürzungen auf Münzen




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